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Heidelberger Katechismus - 52.Sonntag

127. Frage: Was ist die sechste Bitte?
Antwort: »Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns vom Bösen«: Das ist, dieweil wir aus uns selbst so schwach sind, daß wir nicht einen Augenblick bestehen können[1], und dazu unsere abgesagte Feinde, der Teufel[2], die Welt[3]und unser eigenes Fleisch[4], nicht aufhören, uns anzufechten, so wollest uns erhalten und stärken durch die Kraft des Heiligen Geistes, auf daß wir ihnen mögen festen Widerstand tun und in diesem geistlichen Streit nicht unterliegen[5], bis daß wir endlich den Sieg vollkömmlich behalten[6].

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Heidelberger Katechismus - 51.Sonntag

126. Frage: Was ist die fünfte Bitte?
Antwort: »Vergib uns unsere Schuld, als auch wir vergeben unsern Schuldigern«: Das ist, wollest uns armen Sündern alle unsere Missetaten, auch das Böse, so uns noch immerdar anhänget, um des Bluts Christi willen nicht zurechnen[1], wie auch wir dies Zeugnis deiner Gnade in uns befinden, daß unser ganzer Vorsatz ist, unserm Nächsten von Herzen zu verzeihen[2],

1) Ps. 51, 1–7; 143, 2; 1. Joh. 2, 1. 2
2) Matth. 6, 14. 15

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Heidelberger Katechismus - 50.Sonntag

125. Frage: Was ist die vierte Bitte?
Antwort: »Gib uns heut unser tägliches Brot«: Das ist, wollest uns mit aller leiblichen Notdurft versorgen[1], auf daß wir dadurch erkennen, daß du der einige Ursprung alles Guten bist[2]und daß ohne deinen Segen weder unsere Sorgen und Arbeit, noch deine Gaben uns gedeihen[3]und wir derhalben unser Vertrauen von allen Kreaturen abziehen und allein auf dich setzen[4].

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Heidelberger Katechismus - 49.Sonntag

124. Frage: Was ist die dritte Bitte?
Antwort: »Dein Wille geschehe auf Erden wie im Himmel«: Das ist, verleihe, daß wir und alle Menschen unserm eigenen Willen absagen[1]und deinem allein guten Willen ohne alles Widersprechen gehorchen[2], daß also jedermann sein Amt und Beruf so willig und treulich ausrichte[3]wie die Engel im Himmel[4].

1) Matth. 16, 24; Tit. 2, 12
2) Luk. 22, 42
3) 1. Kor. 7, 24
4) Ps. 103, 20. 21

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Heidelberger Katechismus - 48.Sonntag

123. Frage: Was ist die andere Bitte?
Antwort: »Zukomme dein Reich«: Das ist, regiere uns also durch dein Wort und Geist, daß wir uns dir je länger, je mehr unterwerfen[1]; erhalte und mehre deine Kirche[2]und zerstöre die Werke des Teufels und alle Gewalt, die sich wider dich erhebt, und alle bösen Ratschläge, die wider dein heiliges Wort erdacht werden[3], bis die Vollkommenheit deines Reichs herzukomme4, darin du wirst alles in allen sein[5].

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Olevians Auslegung des Glaubensbekenntnisses

erscheint im Januar auf Englisch in der Reihe Classic Reformed Theology, R. Scott Clark (Hrsg.), hier. Es kann hier vorbestellt werden.

Es handelt sich hierbei um eine Predigtreihe von Olevian über das Apostolische Glaubensbekenntnis.

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Heidelberger Katechismus - 47.Sonntag

122. Frage: Was ist die erste Bitte?
Antwort: »Geheiliget werde dein Name«: Das ist, gib uns erstlich, daß wir dich recht erkennen[1]und dich in allen deinen Werken, in welchen leuchtet deine Allmächtigkeit, Weisheit, Güte, Gerechtigkeit, Barmherzigkeit und Wahrheit, heiligen, rühmen und preisen[2], Darnach auch, daß wir unser ganzes Leben, Gedanken, Wort und Werk dahin richten, daß dein Name um unsertwillen nicht gelästert, sondern geehret und gepriesen werde.[3]

1) Joh. 17, 3; Matth. 16, 17; Jak. 1, 5; Ps. 119, 105
2) Ps. 119, 137; Röm. 11, 33–36
3) Ps. 71, 8; 115, 1

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Heidelberger Katechismus - 46.Sonntag

120. Frage: Warum hat uns Christus befohlen, Gott also anzureden: »unser Vater«?
Antwort: Daß er gleich im Anfang unsers Gebets in uns erwecke die kindliche Furcht und Zuversicht gegen Gott, welche der Grund unsers Gebets soll sein, nämlich, daß Gott unser Vater durch Christum worden sei und wolle uns viel weniger versagen, worum wir ihn im Glauben bitten, denn unsere Väter uns irdische Dinge abschlagen.[1]

1) Matth. 7, 9–11; Luk. 11, 11–13

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Heidelberger Katechismus - 45.Sonntag

116. Frage: Warum ist den Christen das Gebet nötig?
Antwort: Darum, daß es das vornehmste Stück der Dankbarkeit ist, welche Gott von uns erfordert[1], und daß Gott seine Gnade und Heiligen Geist allein denen will geben, die ihn mit herzlichem Seufzen ohne Unterlaß darum bitten und ihm dafür danken[2],

1) Ps. 50, 14. 15
2) Matth. 7, 7. 8; Luk. 11, 9. 10. 13; Matth. 13, 12

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Heidelberger Katechismus - 44.Sonntag

113. Frage: Was will das zehnte Gebot?

Antwort: Daß auch die geringste Lust oder Gedanken wider irgendein Gebot Gottes in unser Herz nimmermehr kommen, sondern wir für und für von ganzem Herzen aller Sünde feind sein und Lust zu aller Gerechtigkeit haben sollen.[1]

1) Röm. 7, 7

114. Frage: Können aber, die zu Gott bekehret sind, solche Gebote vollkömmlich halten?

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